Kultur

Projektinitiative „Öffentliche Veranstaltungen zur Stärkung der Demokratie“ 2017

Im Rahmen einer von der Stiftung Meridian initiierten Veranstaltungsreihe sollen Experten und Interessierte sich zu dem Thema „Liberales Denken und Handeln in Zeiten der Entdemokratisierung in Europa“ informieren und austauschen können. Die Stiftung sieht die klassischen Werte liberaler Demokratie, Menschenrechte, Rechtsstaat und Freiheit als Grundlagen für die erfolgreiche Begegnung der Herausforderungen, die auf die Weltgemeinschaft zukommen.

Die im regelmäßigen Turnus stattfindenden öffentlichen Veranstaltungen sollen Einblicke in Entwicklungen und besondere Fragestellungen geben. Ziel ist es demokratische Themen wieder in den Fokus öffentlicher und gesellschaftlicher Debatten zu rücken.

Mendelssohn-Gesellschaft e.V.

Die Meridian Stiftung freut sich, auch in diesem Jahr die Mendelssohn-Gesellschaft e.V. zu begleiten. Die Mendelssohn-Gesellschaft unter der Schirmherrschaft Daniel Barenboims hat sich zur Aufgabe gemacht, die Erinnerung an die preußische Familie Mendelssohn, die über fünf Generationen Deutschlands Kultur- und Wirtschaftsgeschichte beeinflusst hat, in das öffentliche Bewusstsein zu überführen. Zu diesem Zweck veröffentlicht die Mendelssohn-Gesellschaft Forschungsergebnisse, sammelt Dokumente und Ausstellungsobjekte, erkundet Berliner Topografien und beschäftigt sich mit dem Thema „bürgerliche Verantwortung“ in Vorträgen und Diskussionen.

Stiftung Meridian unterstützt Interreligiöses Zentrum am Hüttenweg in Berlin Zehlendorf

Hierzu ein Artikel von Katrin Lange aus der Berliner Morgenpost vom 20.11.2013:

Wie am Hüttenweg doch noch eine Synagoge entstehen könnte

Seit Jahren soll im interreligiösen Zentrum am Hüttenweg in Berlin-Dahlem eine Synagoge gebaut werden. Die katholische „All Saints“-Gemeinde ist jedoch dagegen. Dennoch scheint eine Lösung möglich.

Gemeindezentrum in Dahlem: Rabbiner Andreas Nachama wünscht sich den Bau einer neuen Synagoge für seine Sukkat-Schalom-Gemeinde

Gemeindezentrum in Dahlem: Rabbiner Andreas Nachama wünscht sich den Bau einer neuen Synagoge für seine Sukkat-Schalom-Gemeinde

Der Moment für einen Neuanfang ist gekommen: Seit Jahren lebt die Synagogengemeinde Sukkat Schalom im Gemeindezentrum am Dahlemer Hüttenweg im Provisorium. Die liberale jüdische Gemeinde hat keinen sakralen Ort im Haus. Für die Gottesdienste muss jeden Freitag und Sonnabend ein Mehrzweckraum umgeräumt werden. „Das ist kein Zustand“, sagt Rabbiner Andreas Nachama, der die Gottesdienste dort hält und Direktor der Stiftung Topografie des Terrors ist. Aus diesem Grund ist die Gemeinde gerade in ein neues Provisorium in die Synagoge an der Herbartstraße in Charlottenburg gezogen. Seit vier Jahren soll am Hüttenweg eine Synagoge entstehen. Die Hoffnungen sind groß, dass der Bau jetzt realisiert werden kann. Die Pläne sind fertig.

Drei Religionen unter einem Dach – das ist Alltag im Gemeindezentrum am Hüttenweg. Das Gebäudeensemble mit Kirche und Kindergarten, das katholische, protestantische und jüdische Glaubensgemeinschaften vereint, wurde 1957 von der US-Armee als „House of Tolerance“ eröffnet. Das blieb auch nach dem Abzug der US-Truppen so. Hauptmieter ist seit 1999 die „All Saints Catholic Community“, die mit den anderen Untermietverträge abgeschlossen hat. Im Februar 2014 laufen die Verträge aus, dann soll die Zukunft des Zentrums neu geordnet werden. Das ist nicht einfach. „Die Vorstellungen der unterschiedlichen Nutzer gehen zum Teil noch auseinander“, sagt Michael Karnetzki (SPD), Bezirksstadtrat für Immobilien.

Mehrere Mieter im Gemeindezentrum am Hüttenweg

Alle wollen im Gemeindezentrum bleiben, soviel steht fest. Nur die Frage ist, ob es wieder einen Hauptmieter oder die drei Religionsgemeinschaften und die Kita als vier gleichberechtigte Nutzer geben soll. Nicht nur die Meinung der Nutzer, auch die Meinungen im Bezirksamt gehen dazu auseinander. Die CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung will diese Frage nun öffentlich klären. Sie fordert in einem Antrag, den Vertrag mit dem katholischen Hauptmieter „All Saints“ nicht zu verlängern und dafür allen Nutzern Mietverträge über Teilflächen zu geben.

„Es muss etwas passieren“, sagt CDU-Fraktionschef Torsten Hippe. Er halte es für unwürdig, dass die liberale Synagogengemeinde Sukkat Schalom ihre Gottesdienste in einem Provisorium abhalten müsse. Jeder solle seinen Raum haben, keinem dürfe es schlechter gehen, sagt Hippe zum Ziel der neuen Vertragsgestaltung. Bereits vor vier Jahren hatten die Bezirksverordneten den Weg frei gemacht für den Neubau einer Synagoge auf dem Gelände, doch bis heute ist es nicht dazu gekommen. Bezirksbürgermeister Norbert Kopp (CDU) weiß den Grund:„“All Saints hat nicht zugestimmt.“ Von der katholischen Gemeinschaft war keine Stellungnahme zu bekommen, sie reagierte weder auf telefonische Anfragen noch auf E-Mail.

Christlich-jüdische Dialog wichtiger Teil der Gemeindearbeit

Der Bezirksbürgermeister vertritt eine andere Position als der CDU-Fraktionschef. „Das Bezirksamt hat deutlich gemacht, dass es nicht mit mehreren Nutzern Verträge abschließen will“, sagt Kopp. Stattdessen solle es einen Trägerverein geben, unter dessen Dach die vier Nutzer vereint sind. Bislang hat „All Saints“ den Vorsitz gehabt. Doch nun liegt dem Bezirksbürgermeister ein weiterer Antrag vor: Auch Sukkat Schalom hat sich als Trägerverein beworben.

Befürwortet wird das Engagement der jüdischen Synagogengemeinde von der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Dahlem, zu der die St.-Annen-Kirche und die

Jesus-Christus-Kirche gehören. „Wir unterstützen das Anliegen von Sukkat Schalom, Trägerverein zu werden“, sagt Pfarrerin Marion Gardei. Auch ein Erweiterungsbau für eine Synagoge sei begrüßenswert. Der christlich-jüdische Dialog mit Sukkat Schalom sei schon seit Jahren Teil ihrer Gemeindearbeit. Auch Katja von Damaros, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, berichtet von den guten nachbarschaftlichen Beziehungen zu der jüdischen Gemeinschaft. So würde man Fest, wie Chanukka, zusammen feiern. Viele Neubauten würden derzeit in Dahlem entstehen. Für die Zuzügler verschiedener Konfessionen bräuchte man ein funktionierendes interreligiöses Zentrum.

Drei Pläne für neue Synagoge am Hüttenweg

Die Pläne für einen Synagogenbau am Hüttenweg liegen bereit. Drei Konzepte sind in der Auswahl. So könnte der Innenhof, der derzeit eine Grünfläche ist, überdacht und zu einem Synagogenraum ausgebaut werden. „Mit dieser Variante müsste nur wenig an der bisherigen Struktur geändert werden“, sagt Rabbiner Andreas Nachama. Der Gemeindesaal bliebe unangetastet und die Kosten hielten sich in Grenzen. Eine weitere Möglichkeiten wäre, andere Räume zu entkernen. Dritte Variante ist ein Neubau. „Das ist der größte Aufwand, könnte aber architektonisch sehr schön sein“, so Nachama. Welches Konzept auch zu Tragen komme: Wichtig sei, dass die Gemeinschaft Sukkat Schalom am Hüttenweg endlich einen Gebetsort bekomme. „Der größte Teil der Gemeinde wohnt im südlichen Grunewald und Steglitz.“

Das Bezirksamt, so lässt Immobilienstadtrat Michael Karnetzki wissen, steht zur vertraglich festgelegten Nutzung. Das Gebäude der ehemaligen US-amerikanischen Kirche solle der „traditionellen ökumenisch-kirchlich und gemeinschaftlich-kulturellen Nutzung sowie für Aktivitäten zur Erhaltung und Vertiefung der deutsch-amerikanischen Freundschaft“ dienen. Wie dieser Vertrag im Detail ausgefüllt werden soll, sei noch nicht entschieden.

Neujahrsempfang & Spendenübergabe
im Schlosspark Theater

Meridian Stiftung spendet 40.000 €
Übergabe an Intendant Dieter Hallervorden

Mit einem symbolischen Scheck erfolgt am 15. Januar kurz nach 18 Uhr die Übergabe einer Spende in Höhe von 40.000 € an das Schlosspark Theater. Stellvertretend für die Meridian Stiftung händigen der Bezirksbürgermeister von Steglitz Zehlendorf, Norbert Kopp, und der Vorsitzende des Fördervereins Schlosspark‐Theater, Christan M. Klein, die Spende der gemeinnützigen Meridian Stiftung an den Hausherren Dieter Hallervorden aus. Der Leiter des Schlosspark Theaters wird damit im Jahr 2010 die Inszenierung des Stücks „Die Nadel der Kleopatra“ und das Engagement von jungen Schauspielern an seiner Bühne finanzieren. Die Übergabe findet auf dem Neujahrsempfang des Schlosspark Theaters statt, bei dem neben Bezirks‐ und Landespolitikern auch Kulturstadträtin Cerstin Richter‐Kotowski und Schauspielerin Brigitte Grothum sowie Freunde, Förderer und Künstler des Theaters anwesend sein werden.

Die Steglitzer Bühne ist nicht nur programmatisch, sondern auch wegen des privatwirtschaftlichen Engagements von Dieter Hallervorden eine große Ausnahme in Berlin. Schließlich wird hier ohne staatliche Zuschüsse Theater‐Kultur auf hohem Niveau geboten. Zur Förderung der Nachwuchs‐Künstler und des kulturellen Engagements hat die Berliner Meridian Stiftung für ihre Spende das Schlosspark Theater ausgewählt. Dank dieser grosszügigen Unterstützung kann im Jahr 2010 die Produktion eines Theater‐Stücks und das Engagement junger Künstler finanziert werden. Norbert Kopp, Bürgermeister des Bezirks, begrüsst die Spende an das Steglitzer Theater. „Ich freue mich sehr darüber, daß die Stiftung Meridian das kulturelle Engagement im Südwesten Berlins unterstützt“. Schließlich ist das Schlosspark Theater „eine wichtige Bereicherung für die Kultur im Bezirk und in ganz Berlin“, so der Bezirksbürgermeister.

Die Meridian Stiftung hat sich in den vergangenen Jahren bereits für Bildungs‐Projekte in Neukölln sowie für Antigewalt‐Präventions‐Projekte von Jugendlichen in Lichtenberg engagiert. Die Stiftung Meridian arbeitet unter der Prämisse „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die Motivationsgrundlage für den Aufbau der Stiftung war die Erkenntnis, daß der persönliche Erfolg der Gründer nur durch die damals gebotenen Bildungschancen der Stadt Berlin möglich war. Die Gründung der Stiftung ist eine Geste der Dankbarkeit und ein Zeichen, daß persönliches gesellschaftliches Engagement dringend notwendig ist.

Das traditionsreiche Schlosspark Theater wurde von Dieter Hallervorden Ende 2008 übernommen. Nach der aufwendigen Sanierung erfolgte im September 2009 mit der Première von „Die Socken Opus 124“ unter der Regie von Katharina Thalbach die feierliche Wieder‐Eröffnung des 1804 erstmals bespielten Hauses. Einen Tag vor dem Neujahrsempfang feiert das Theater mit „Die Nadel der Kleopatra“ eine weitere Première.

Die Geschichte des Schlosspark Theaters:

Die Geschichte des Theaters reicht bis ins Jahr 1804 zurück, 1921 zog es in den klassizistischen Wirtschaftstrakt des Gutshauses Steglitz. Nach dem zweiten Weltkrieg führte Boleslaw Barlog das Theater 27 Jahre lang bis 1972. Größen wie Hildegard Knef, Klaus Kinski und Martin Held gehörten zum Ensemble.

In der Nachkriegszeit feierten deutschsprachige Erstaufführungen berühmter zeitgenössischer Dramatiker hier Premiere. Samuel Beckett inszenierte im Schlosspark Theater sein „Warten auf Godot“.

Für die Uraufführung der von Max Brod dramatisierten Fassung von „Das Schloss“ wurde das Ensemble 1953 mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet.

Mit der Schließung der Staatlichen Schauspielbühnen Berlin im Jahre 1993 wurde das Schlosspark Theater als Privattheater zunächst mit staatlichen Zuschüssen betrieben. Der ehemalige Generaldirektor Heribert Sasse übernahm das Haus als Bühne; 2004 folgten Andreas Gergen und Gerald Michel, anschließend der Unterhaltungskonzern „Stage Entertainment“. In beiden Fällen blieb der wirtschaftliche Erfolg aus.

Zwei Jahre stand das Haus leer, bis der Kabarettist und Schauspieler Dieter Hallervorden das Schlosspark Theater aus dem Dornröschen‐Schlaf holte. Er bespielt das Sprechtheater ohne festes Ensemble. Für die aktuelle Produktion „Die Nadel der Kleopatra“ konnte Hallervorden Cosma Shiva Hagen und Ingrid van Bergen gewinnen.

 

Denkmaldialog Warschau – Berlin

2011 beginnen das Landesdenkmalamt Berlin und das Warschauer Denkmalamt mit einem zunächst auf drei Jahre angelegten Denkmaldialog Warschau – Berlin. Der Denkmaldialog soll im Rahmen der Städtepartnerschaft Warschau – Berlin, die sich 2011 zum 20. Mal jährt, dem regelmäßigen Meinungs- und Erfahrungsaustausch zwischen Mitarbeitern und Experten auf dem Gebiet von Denkmalschutz und Denkmalrestaurierung dienen. Neben gemeinsamen Dauerthemen wie Stadtarchälogie oder Innenstadtrekonstruktion sollen vermehrt akutelle Fragen im Zentrum des Dialogs stehen, etwa Aufgaben der Industrie- und Technikdenkmalpflege oder die europaweit anstehenden Probleme der energetischen Denkmalsanierung. Nicht zuletzt ist der Schutz des Nachkriegserbes auch zwanzig Jahre nach dem Mauerfall noch immer ein Thema höchster Brisanz.

Gemeinsam haben Berlin und Warschau nicht nur einen Teil der Geschichte, auch der Architekturgeschichte, sondern gerade die Entwicklung des Städtebaus und der Denkmalpflege in der Nachkriegszeit, den Status einer international anerkannten und hochkarätigen Welterbe-Stadt sowie Aufgaben der Bodendenkmalpflege und Archäologie in einem zerstörtem Stadtzentrum.

Diesen Dialog erachtet die Stiftung als notwendig und unterstützt diesen nachhaltig.

Stiftung Meridian fördert das Projekt „Werkstatt Denkmal“

Denkmäler sind steinerne Zeugen der Vergangenheit und haben eine Bedeutung für unsere Gegenwart und auch die Zukunft. Jungen Berlinern die Bedeutung und das Verständnis dafür zu eröffnen, ist Ziel dieses Projektes. Initiiert durch den Verein „Denk mal an Berlin e.V.“ werden jährlich zum Tag des offenen Denkmals Forschungsreisen in die Vergangenheit mit Kindern und Jugendlichen gestaltet.

Für diese kontinuierliche Jugendarbeit erhielt der Verein im November 2010 den höchsten Berliner Denkmalpreis, die Ferdinand-von-Quast-Medaille.

In diesem Jahr werden Kinder und Jugendliche aus sieben Berliner Schulen eine Reise in die Vergangenheit unter dem Motto „Romantik, Realismus, Revolution – das 19. Jahrhundert“ unternehmen. Die Schüler forschen in Begleitung von Museumspädagogen vor Ort oder im Archiv, befragen Anwohner, diskutieren mit Architekten, Archäologen und Denkmalpflegern in diesem Jahr:  die Tegeler Borsigwerke, den Friedhof der Märzgefallenen, den Botanischen Volkspark in Pankow, die elektrische Straßenbahn in Lichterfelde, ein Schulhaus im Wedding, die Britzer Dorfkirche und die Statuen der Siegessäule.

Die Schüler dokumentieren ihre Arbeit und finden gemeinsam mit Künstlern ästhetische und mediale Formen zur Umsetzung ihrer Forschungsergebnisse. Am Tag des offenen Denkmals (10./11. September 2011) werden diese vor den Forschungsorten öffentlich ausgestellt und zusätzlich erfolgt eine Ausstellung zum Berliner Denkmalsalon im Roten Rathaus.

Die Schüler sollen durch das Projekt mehr über die gebaute Lebensumwelt erfahren. Über eine reine Wissensvermittlung hinaus wird nachhaltig die Identifikation und Vertrautheit junger Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft mit ihrer unmittelbaren Umwelt gefördert. Damit werden sie ermutigt, eigene kreative Zugänge zu ihrem Lebensraum zu finden, die von Selbstvertrauen, aktiver Wertschätzung und Verantwortungsbewusstsein geprägt sind.

Aus diesem Grund hat sich die Stiftung Meridian entschlossen, diese Projekt finanziell zu unterstützen.